GOOD NEWS UMWELT

Umwelt

Im Rahmen eines Wettbewerbs für bio-inspirierte Roboter wurde der modulare Roboterfisch „Gillbert“ von einer fachfremden Studentin entwickelt. Er schwimmt durch Gewässer und filtert währenddessen Mikroplastik aus dem Wasser. Im Mund wird das Wasser von der Zunge durch die Kiemen gedrückt und alles Mikroplastik über zwei Millimeter herausgefiltert. Nun wollen Experten den Fisch optimieren und eine zusätzliche Docking-Station zum Aufladen und Absaugen der Plastikpartikel entwickeln.

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Indonesien ist eins der Länder mit den größten Flächen an Regenwald. In den letzten Jahren konnte das Land die Abholzung des Regenwalds tatsächlich verlangsamen. Aktuell hat sich die Regierung das Ziel gesetzt, die jährliche Entwaldung weiter zu verlangsamen und auf unter 325.000 Hektar pro Jahr zu drücken. Das Land setzt dabei auch verstärkt auf finanzielle Anreize, so dass es wirtschaftlicher wird, den Wald zu schützen als ihn zu roden.

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Die Zahl der Wölfe in Deutschland wächst seit ihrer Rückkehr im Jahr 1998 stetig an. Inzwischen soll es etwa 160 Rudel mit mehr als 1100 Tieren geben.
Nach dem Artenschutzgesetz ist es streng verboten, Wölfe zu schießen. Die meisten Wolfsrudel leben in den Bundesländern Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen.

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Die drei Länder mit den größten Regenwaldflächen der Welt haben eine Erklärung unterzeichnet, die ihre Tropenwälder schützen soll. Brasilien, die Demokratische Republik Kongo und Indonesien besitzen mehr als die Hälfte des weltweit existierenden Regenwalds. André Freitas von GreenpeaceBrasilien sagt: »Der Schutz des Amazonasgebiets ist entscheidend im Kampf gegen die Klimakrise. Ohne intakten Regenwald ist das Weltklima bedroht.«

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Die vereinten Nationen arbeiten daran, ein Abkommen über die Plastikverschmutzung auf den Weg zu bringen, ähnlich dem Parise Klimaabkommen. Es könnte dabei um festgelegte Verbote für die Produktion von Einwegplastik, neue Alternativen zum Recycling von Altplastik oder um das Verbot gewisser besonders schädlicher Kemikalien gehen. Dazu werden sich Vertreter und Vertreterinnen aus etwa einhundertfünfzig Ländern in Urugay treffen. Der Text des Abkommens soll bis Ende 2024 stehen. In der Folge sollen möglichst viele Länder unterschreiben und entsprechende Gesetze erlassen.

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Im indonesischen Teil der Insel Borneo wurde der 500. Orang-Utan ausgewildert. Der zwölf Jahre alte Affe mit dem Namen Ben ist Teil eines Projekts der Organisation BOS (Borneo Orangutan Survivial), die um das Überleben der Menschenaffen kämpft. Ohne Schutzmaßnahmen könnten die Orang-Utans in wenigen Jahrzehnten ausgestorben sein, da Palmöl-Plantagen, Wilderei und Waldbrände den Tieren sehr zugesetzt haben. Laut der Geschäftsführerin der BOS warten noch hunderte Artgenossen in der sogenannten Waldschule und Vor-Auswilderungsinseln auf die gleiche Chance wie Ben.

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Die Thunfischbestände der Erde scheinen sich dank nachhaltiger Fischereimaßnahmen in den letzten Jahren erholt zu haben. Das berichtete ein internationales Forschungsteam im Fachmagazin Science. Die Ergebnisse zeigen, dass sich der Zustand der Thunfischpopulation seit Ende der 2000er stetig verbessert hat, während die Schwertfischpopulationen erst im letzten Jahrzehnt von den Maßnahmen zu profitieren scheinen.

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Im Kelkheimer Wald in Deutschland wird eine neue Art der Wasserversorgung getestet. Die Gemeinde ließ insgesamt 16 Versickerungsmulden ausheben, das sind Löcher von der Größe eines Gartenteiches, die strategisch auf der Waldfläche verteilt sind. Sie fangen den Regen auf und geben das Wasser langsam wieder an die Umgebung ab. Das System schützt die Siedlung am Waldrand vor Überflutungen durch Starkregen und hält das Wasser so lange wie möglich im Wald. Selbst im Dürresommer hielten die Gruben den Waldboden teilweise noch feucht. Zusätzlich dienen die Mulden Insekten und Amphibien als Lebens- und Laichplätze und größeren Säugetieren wie Rehen und Co als Tränke.

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Laut der Umweltschutzorganisation WWF ist der Wirbeltierbestand auf der Erde in den vergangenen 50 Jahren um 70 Prozent zurückgegangen. Trotz dieser schlechten Nachricht zeigte sich, dass sich diese Zahl seit etwa 2015 stabilisiert und nicht weiter erhöht. Von einer Erholung kann zwar noch nicht die Rede sein, allerdings zeigen Schutzmaßnahmen klare Auswirkungen. In Nepal hat sich die Zahl der Tiger beispielsweise von 2009 bis 2018 um mehr als 90% erhöht. Christoph Heinrich, Geschäftsführender Vorstand der WWF Deutschland sagt dazu: „Einzelne Erfolgsmeldungen zeigen, dass wir den Verlust der biologischen Vielfalt noch aufhalten können. Wir brauchen dringend einen Wandel beim Konsum, bei der Produktion und Energienutzung, im globalen Handel und in allen Wirtschafts- und Finanzsystemen.“

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Auch im Meer stellt Entwaldung eine große Bedrohung für die Biodiversität und das Klima dar. Um das Problem in den Griff zu bekommen hat die portugiesische Nicht-regierungs-Organisation SeaForester eine effektive Methode gefunden. Kleine Steine werden mit Algensporen getränkt und in speziellen Aufzuchstationen gezogen, um später von Booten ausgestreut zu werden.

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Am Great Barrier Reef vor der Küste Australiens wurde unlängst die stärkste Zunahme an Hartkorallen seit Beginn der Aufzeichnungen vor 36 Jahren festgestellt. Die Forschenden zeigten sich überrascht, dass die Korallen trotz der letzten beiden Korallenbleichen 2020 und 2022 weiter wachsen. Gute Nachrichten für das Riff und vielleicht ein Zeichen, dass Naturschutzmaßnahmen schneller als angenommen wirken könnten.

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Die indigenen Bewohner der Tiwi-Inseln im Norden Australiens haben in erster Instanz gegen den Öl- und Gaskonzern Santos gewonnen, der unweit der Inseln bereits Probebohrungen durchgeführt hatte. Die Bewohner sehen ihre Lebensgrundlage durch die Förderung gefährdet, ebenso wie ihre teilweise einzigartige Flora und Fauna. Eine beteiligte Anwältin gehe davon aus, dass das Urteil Signalwirkung für die ganze Welt haben und die Standards für Bohrgenehmigungen erhöhen werde. Der Konzern hat Berufung eingelegt, im November findet die nächste Gerichtsverhandlung statt.

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Anfang des Jahres berichteten wir über die Bestrebungen, den letzten wilden Fluss Europas, die Vjosa, unter Naturschutz zu stellen. Zehn Jahre kämpften Naturschützer mit der Wasserindustrie, mit dem Ziel, statt des Baus großer Staudämme die ganze Region um den albanischen Fluss in einen Nationalpark umzuwidmen. Die Regierung Albaniens war lange unentschieden, doch nun ist es amtlich: Der erste Wildfluss-Nationalpark Europas wird gegründet. Der internationale Schutzstandard bewahrt den Fluss in Zukunft vor der Zerstörung durch Firmen oder künftige Regierungen und beendet den langwierigen Kampf zwischen Umweltschützenden und der Wasserkraftindustrie. Nichtregierungsorganisationen hatten sich über Jahre mit Petitionen und Kampagnen wie Save the Blue Heart of Europe für den Schutz der wilden Flussläufe eingesetzt.

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Gran Canaria liegt auf geografischer Höhe des Sahara und ist aufgrund der Entwaldung bedroht, zu einer Wüstenlandschaft zu werden. Das Umweltbüro der spanischen Insel baut deshalb sogenannte Nebelfänger auf, netzartige Strukturen, an denen die Wassertropfen des Nebels kondensieren und in große Tanks geleitet werden. In einem Jahr konnten mit Hilfe von 15 Gestellen 53.000 Liter Wasser aufgefangen werden, so viel wie sonst 7000 Bäume liefern. In den kommenden zwei Jahren soll die Zahl verdoppelt werden.