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Innovation

Besonders widerstandsfähige Kunststoffe sind meist sehr schwer abbaubar, viele Polymere befinden sich über Jahrzehnte oder Jahrhunderte in unserer Umwelt ohne zersetzt zu werden. Forschenden der Universität Konstanz ist es nun gelungen, einen Polyester zu entwickeln, der sowohl besonders stabil ist als auch innerhalb weniger Tage mit Hilfe von Enzymen biologisch abgebaut werden kann.

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E-Autos produzieren im Vergleich zu Benzinern durchschnittlich rund 90 Prozent weniger Treibhausgase, und reduzieren den Verkehrslärm. Ein großes Umweltproblem bleibt dennoch: Allein der Bremsabrieb der Autos verursacht etwa ein Drittel der jährlichen Feinstaubs. Hinzu kommt der Abrieb der Reifen – bei uns in Österreich sind das jährlich etwa 2,4 Kilogramm Mikroplastik pro Person, das in der Umwelt landet.

Um das Problem zu beheben, haben Forschende einen Bremsstaubpartikelfilter entwickelt, der den Staub direkt von den Bremsbelägen absaugt. Den Reifenabrieb aufzufangen ist allerdings kaum möglich. Deshalb forscht die Industrie vermehrt an nachhaltigeren Materialien wie Löwenzahn oder die mexikanische Gummipflanze Guayule, aus deren Latexsaft Reifen hergestellt werden könnten. Eine weiterer Lösungsansatz kommt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt: Dort wurde ein E-Auto entwickelt, dessen Räder von einem Gehäuse ummantelt sind, das beim Fahren einen Unterdruck erzeugt, den Reifenabrieb ansaugt und filtert. Erste Tests zeigten, dass sich bei hohen Geschwindigkeiten 70-80 Prozent, bei bis zu 50 km/h sogar 100 Prozent des Abriebs vermeiden lassen.

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Die deutsche WebApp PeakPick zeigt an, wie viel Ökostrom gerade im Netz angeboten wird. Je nach Tageszeit verändern sich die Anteile an fossilen und erneuerbaren Energiequellen. Dank der App können Verbraucher und Verbraucherinnen energieintensive Geräte anstellen, wenn gerade ein hoher Anteil Strom aus erneuerbaren Energiequellen durchs Netz fließt, denn je mehr Ökostrom genutzt wird, desto niedriger sind die CO2-Emissionen.

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In Tirol wurde ein Holzlack entwickelt, der mithilfe von speziellen Beschichtungen in der Lage ist, Kratzer von selbst wieder zu verschließen. Der Lack wird von einer Kunststofftechnologie ergänzt, die Mikrokapseln enthält. Wird die Oberfläche beschädigt, platzen die Kapseln auf und geben eine ölige Substanz ab, die verhindert, dass Wasser das Holz beschädigt. Ein weiteres Lackprodukt soll sogar in der Lage sein, sich im Brandfall aufzublähen und den Holzuntergrund mit einem Kohlenstoffschaum vor den Flammen zu schützen. Neben der Neuentwicklung wird in Tirol auch geforscht, wie Lacke zukünftig besser recycelt werden können.

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Die Europäische Weltraumorganisation ESA schickt 2025 eine Sonde ins All, die Weltraumschrott einsammeln soll. Die ClearSpace genannte Mission soll nicht nur Trümmer einsammeln, sondern auch Reparaturen durchführen. Von den rund 10.000 Satelliten auf den Erdumlaufbahnen funktionieren nur noch weniger als die Hälfte, die mit ihren Geschwindigkeiten von knapp 25.000 Kilometern pro Stunde ein großes Kollisionsrisiko für Raumfahrzeuge darstellen. Zukünftig sollen Raumsonden generell nachhaltiger gestaltet werden um Müll von Anfang an zu vermeiden.