GOOD NEWS NACHHALTIGKEIT

Nachhaltigkeit

Stromerzeugung mit Hilfe von Photovoltaikanlagen – das war auf denkmalgeschützten Gebäuden bisher kaum möglich. Eine italienische Firma baut nun Solarpanels, die wie alte römische Terrakottaziegel aussehen. Dabei werden die Photovoltaikzellen in Handarbeit mit einer Schicht Polymermasse bedeckt. In der archäologisch wertvollen Stätte Pompeji werden die Ziegel bereits erfolgreich getestet. Der so produzierte Strom versorgt das Beleuchtungsystem des Parks. Gabriel Zuchtriegel sagte laut Spiegel, dass auf diese Weise Masten und Kabel vermieden und Millionen von Euro gespart worden seien.

Nachhaltigkeit

Das neue Magdas Hotel der Caritas in Wien zeigt, wie gelebte Kreislaufwirtschaft aussehen kann. Ein Priesterwohnheim wurde umgebaut und eine geothermische Heizung installiert. Die Hotelchefin betont: “Wir wollen nicht nur sozial, sondern auch baulich, klimatisch und ökologisch nachhaltig agieren. Das heißt: Wir wollten möglichst wenig von hier raustragen und wegschmeißen und möglichst viel Klumpert erhalten.” Entsprechend ist die Bar aus einem alten Beichstuhl gebaut, die Tischplatten waren einmal Schranktüren in den Priesterzimmern und der Parkplatz wurde zum Gastgarten umgestaltet. Ein wegweisendes Projekt, das hoffentlich nicht einzigartig bleibt.

Nachhaltigkeit

Die Geophysikerin Nzambi Matee aus Kenia produziert mit ihrem Startup Ziegel aus Plastikabfällen. Damit geht sie gleich zwei aktuelle Probleme des Landes an: zwei Millionen fehlende Wohnungen und täglich hunderte Tonnen Plastikmüll. Mittlerweile entstehen in der kleinen Fabrik mit Hilfe der 26 Mitarbeiter bis zu 1500 Ziegel pro Tag. Die Plastikabfälle kommen zum einen von Firmen, wo sie bei der Produktion anfallen oder werden von den 110 freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Stadt eingesammelt. 500 Kilogramm Plastikmüll werden hier jeden Tag zu Pflastersteinen und Ziegeln verarbeitet. 2023 möchte das Startup profitabel werden und sich am Markt etablieren.

Nachhaltigkeit

Der Architekt Werner Ehrlich entwickelte eine Möglichkeit, aus Stroh Häuser zu bauen. In einer Halle werden die Bauteile wetterunabhängig vorproduziert, indem Stroh in Holzrahmen gepresst und mit Kalk verputzt wird. Die fertigen Module werden zur Baustelle transportiert und eingepasst. Gemeinsam mit angehenden Architekten und Bauingenieueren baute er innerhalb kürzester Zeit ein kleines Haus. Die Vorteile des klimapostiven Materials sind enorm: Ein Kubikmeter Stroh bindet 88 Kilogramm CO², also etliche Tonnen pro Einfamilienhaus, zusätzlich sind die Dämmeigenschaften des Strohs ähnlich denen des Styropors, woduch wiederum Erdöl eingespart werden könnte. In Österreich fallen jährlich fast 2 Millionen Tonnen Stroh an, damit könnte man bereits mehr als einhunderttausend Wohnungen bauen.

Nachhaltigkeit

In Südkorea werden mittlerweile fast 100 Prozent der Lebensmittelabfälle recycelt. Aufgrund des landesweiten Kompostier-Programms werden Lebensmittel bereits seit 2013 in speziellen Taschen entsorgt. In den Verwertungsanlagen werden sie zu Biogas, Tierfutter oder Dünger recycelt.

Nachhaltigkeit

Der Landwirt Mark Hochgürtel bekam in diesem Jahr eine Absage, der Großkunde kaufte seine Heidelbeeren lieber in Peru. Kurz entschlossen machte er aus der Not eine Verkaufsidee. Er öffnete sein Feld ein Wochenende lang für Privatkunden, die ihre Heidelbeeren selbst pflückten. Die Rechnung ging auf – über 2000 Menschen kamen und retteten dier Ernte. Der Landwirt staunte:. „Ich bin sprachlos, dass es dann doch so viele Leute gibt, die regional und nachhaltig denken.“ Im nächsten Jahr wird er die Aktion wiederholen – unabhängig von der Entscheidung der Großhändler.

Nachhaltigkeit

Zwei Architekten haben ein Gebäude für ein Grundstück in Oslo entworfen, das sich flexibel an die Bedürfnisse seiner Besitzer anpassen soll. Das Hochhaus soll einem Regal ähneln. Es gibt keine festgelegten Grundrisse, stattdessen bestehen die Wohnungen oder Gewerbeflächen aus Modulen, die je nach wechselndem Bedarf neu zusammengestellt werden können. Es können beispielsweise Single-Wohnungen, Wohngemeinschaften über zwei oder drei Etagen, Gärten oder Büros entstehen und bedarfsweise wieder umgewandelt werden. Zusätzlich soll das Haus mehrheitlich aus Holzverbundstoffen gebaut werden, lediglich die zentralen Pfeiler und das Fundament benötigen dann noch Stahl und Beton.

Nachhaltigkeit

In Österreich steht ein kleines Einfamilienhaus nahe Winzendorf, das mit einer besonderen japanischen Technik gebaut wurde. Die Methode Yakisugi kommt in Europa mittlerweile immer häufiger zum Einsatz. Dabei wird die Holzfassade eines Bauwerks durch gezieltes anzünden konserviert und so ganz natürlich belastbar gemacht. Durch das Verkohlen der Oberfläche verschließen sich die Holzzellen im Kern gegen das Feuer und werden dadurch wetterbeständig, resistent gegen Schädlinge und nahezu wartungsfrei. Nach etwa 50 Jahren sollte das Holz kurz geölt werden. In manchen Quellen heißt es sogar, dass die Türme des World Trade Centers länger standgehalten hätten, wenn sie aus karbonisiertem Holz gebaut worden wären.

Nachhaltigkeit

Laut einem WWF Report landen derzeit rund 40 Prozent unserer Lebensmittel im Müll – auf Hersteller- und Konsumentenseite. Mehrere tausend Tonnen Obst und Gemüse werden allein in Österreich weggeworfen. Das Wiener Startup Unverschwendet nutzt genau diese Waren und verarbeitet sie zu Produkten wie Gemüseaufstrich, Ketchup und Pesto, die dann wieder in den Kreislauf zurückgegeben werden. Seit Mitte Oktober besteht mit der Marke „Rettenswert“ sogar eine Partnerschaft mit Hofer. Allein mit der ersten Tranche konnten auf diese Weise bereits einhundert Tonnen Lebensmittel gerettet werden.